Brett 1 A. Höller - Hans Däbritz 1 - 0 Brett 2 Dr. H. Axt - Willi Müller 0 - 1 Brett 3 D. Schönleben - Lutz Theumer 1/2 - 1/2 Brett 4 W. Höller - Hans Dietenhofer 1/2 - 1/2 Brett 5 T. Mix - Werner Teutsch 1 - 0 Brett 6 E. Homann - Dr. Werner Sailer 1/2 - 1/2 Brett 7 Dr. H. Bolland - Georg Rauch 1/2 - 1/2 Brett 8 H. Hinkelmann - Ottokar Baxa 1/2 - 1/2
Knappe Auswärtsniederlage
Spannende Partien waren beim Auswärtsspiel des SK Erding e.V. in der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau bei den Schachfreunden Brannenburg zu erwarten. Die Erdinger traten zwar "ersatzgeschwächt" an, jedoch hielten sich die "Ersatzleute" hervorragend.
So verteidigte sich Ottokar Baxa (ED) an Brett 8 gegen Hinkelmann sehr zäh, so dass dieser keine Möglichkeit sah, die Partie zu gewinnen. Man einigte sich folglich auf eine Punkteteilung. Schon nach kurzer Spielzeit stellte Werner Teutsch (ED) an Brett 5 gegen Mix die Qualität ein. Nach einigen weiteren Zügen musste sich der Erdinger geschlagen geben, da er nach einer Springergabel auch noch seine Dame verlor.
Dr. Werner Sailer (ED) verteidigte sich gegen Homann an Brett 6 sehr gut. Er hatte zwar minimale Stellungsvorteile, welche aber nicht zum Sieg reichten und man sich daher ebenfalls auf eine Punkteteilung einigte. An Brett 4 verteidigte sich Hans-Peter Dietenhofer (ED) gegen Höller Werner etwas unorthodox und gewann in der Eröffnung einen Bauern. Diesen wollte der Erdinger zwar halten, musste dafür eine sehr gedrückte Stellung hinnehmen. Nachdem Höller mit allen Mitteln angriff, musste Dietenhofer seinen Mehrbauern wieder hergeben, um seinen Entwicklungsrückstand aufholen zu können. Nachdem nun keiner mehr einen Vorteil hatte und die Stellung ziemlich ausgeglichen war, einigte man sich auch hier auf ein Remis.
An Brett 7 musste sich Georg Rauch (ED) gegen Dr. Bolland ziemlich gut verteidigen, um nicht in Nachteil zu gelangen. Mit der ihm eigenen Zähigkeit blockte Rauch alle Gewinnversuche seines Gegners ab und konnte die Stellung geschlossen halten, sodass die Punkteteilung ebenfalls in Ordnung ging. Dr. Axt griff den an Brett 2 sicher verteidigenden Willibald Müller (ED) an, konnte aber keinen entscheidenden Vorteil erringen, doch nach einem Generalangriff musste der Erdinger seine Qualität hergeben. Doch Müller konterte zurück und jagte die Dame des Brannenburgers über das halbe Brett und zwang ihn so etwas in die Defensive. Mit der Qualität weniger war das Spiel für den Erdinger eigentlich schon gelaufen, doch als sein Gegner zwei Leichtfiguren für seinen Turm eintauschen wollte, gab Müller ein Zwischenschach und da griff Dr. Axt fatal fehl. Anstatt seinen Turm zurückzuziehen, bewegte er seinen König und ging somit in eine zweizügige Mattfalle, so dass Müller glücklich den Punkt einheimsen konnte.
An Brett 1 hatte Hansjörg Däbritz (ED) mit Höller Armin einen schweren Gegner, doch der Erdinger baute sich eine gute Stellung auf. Im Mittelspiel setzte Däbritz aber nicht richtig fort und so konnte Höller einen furiosen Angriff starten, dem der Erdinger schliesslich nichts mehr entgegensetzen konnte und aufgeben musste. Lutz Theumer (ED) griff an Brett 3 gegen Schönleben zwar vehement an und glaubte auf der Damenseite einen kleinen Vorteil zu haben, den Schönleben aber mit einem gekonnten Angriff aufhob und noch dazu einen Bauern auf die 6. Reihe vorschieben konnte. Dadurch hatte der Erdinger grosse Probleme, da er mit seinen Figuren den Bauern am vorrücken hindern musste, doch geschickt meisterte er jeden Angriffsversuch seines Gegners und konnte dank ungleichfarbiger Läufer das Remis erzwingen, die Niederlage der Erdinger war aber nicht mehr zu vermeiden!