SK Erding - SC Prien 5,5 - 2,5
(04.02.2007)
Einen wichtigen Sieg erkämpfte der Schachklub Erding e.V. gegen den punktgleichen Verein aus Prien in der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau am vergangenen Sonntag.
An Brett 6 spielte Christian Stucke (ED) und brachte die Erdinger schon bald in Führung als er gegen Weber ein Königsgambit spielte, welches dieser aber nicht richtig parierte. Dem starken Angriff konnte Weber daher nicht mehr standhalten und musste so schon nach einigen Zügen im Mittelspiel chancenlos aufgeben.
Den Ausgleich holte für Prien an Brett 5 Schneider gegen Wolfgang Käding (ED), der zwar lange Zeit das Spiel ausgeglichen hielt, dann aber einen Generalabtausch der Figuren zuliess, bei dem er seine Bauern vereinzeln musste. Diese konnte Schneider angreifen, sodass Käding sie schliesslich nicht mehr verteidigen konnte und nach deren Verlust aufgab.
Mit einem sehr schön herausgespielten Sieg brachte dann an Brett 2 Willibald Müller (ED) gegen Freund die Semptstädter in Führung. Nachdem er die Dame seines Gegners etwas absperren konnte, eroberte Müller eine offene Linie zum Königsangriff. Als Müller mit seiner Dame in dessen Stellung eingedrungen war, konnte Freund nur noch aufgeben.
An Brett 8 holte Georg Rauch (ED) gegen Klagges, der sich sizilianisch verteidigte eine Punkteteilung heraus. Obwohl Klagges mit Schwarz vehement angriff reichte es dank der umsichtigen Verteidigung des Erdingers nur zum Remis.
Wiederum den Ausgleich stellten die Gäste mit einem Sieg an Brett 1 her. Dort verteidigte sich Hansjörg Däbritz (ED) gegen Heinz-Leisenheimer, der dem Erdinger dessen Lieblingseröffnung vorspielte. Däbritz verteidigte sich zwar sehr gut, musste aber im Endspiel feststellen, dass der Springer seines Gegners beweglicher war, als der Läufer des Erdinger, der durch eigene Bauern in seiner Wirkung behindert wurde. Mit geschickten Zügen konnte der Priener mit seinem Springer Vorteile erringen, die Däbritz nicht mehr aufholen konnte und schliesslich aufgeben musste.
Die erneute Führung für die Semptstädter holte dann an Brett 7 Dr.Werner Sailer gegen Roth, der mit dem "f-Bauern" eröffnete. Mit einem gut gespielten Froms Gambit konnte Dr.Sailer einen Randbauern gedeckt auf die 7.Reihe vorschieben. Dieser kostete Roth schliesslich eine Figur und nach weiteren erfolglosen Verteidigungszügen gab er schliesslich das Enddspiel in aussichtsloser Lage auf.
Den Siegpunkt für die Erdinger holte an Brett 5 Werner Teutsch (ED) gegen Bahner. Obwohl dieser lange Zeit die Partie ausgeglichen hielt konnte sich Teutsch leichte Stellungsvorteile verschaffen die er schliesslich nach und nach ausbaute bis er den entscheidenden Angriff vorbringen konnte. Obwohl er sogar zwischenzeitlich noch eine Mattstellung übersah reichte es dem Erdinger nach weiteren Zügen zum Gewinn und damit zu den "magischen" 4,5 Siegpunkten.
An Brett 3 kämpfte Hans-Peter Dietenhofer (ED) gegen Spermann, der die unkonventionelle Verteidigung des Erdingers gut meisterte und diesem einen scharfen Angriff entgegensetzte. In einer wichtigen Phase des Mittelspiels kam Spermann in Zeitnot und verlor dabei die Qualität. Trotzdem hatte er aufgrund eines drohenden Abzugsschachs mit Angriff auf die Dame des Erdingers noch gutes Gegenspiel, welches aber Dietenhofer mit einem Doppelschritt eines Bauern zunichte machte. Im Endspiel musste sich dann Spermann der gerade noch die Zeitkontrolle im 40.Zug schaffte, trotz guter Gegenwehr geschlagen geben. Mit diesem Sieg erhöhte Dietenhofer den Brettpunktestand auf 5,5 zu 2,5. Die Erdinger konnten dadurch etwas Abstand zur unteren Tabellenhälfte gewinnen, wobei aber noch etliche starke Gegner in den nächsten Spielen warten.