| Brett 1 | Bartl (DWZ 1895) | - | Hans Däbritz | 0 - 1 | ||
| Brett 2 | Schlichtmann (DWZ 1649) | - | Hans Dietenhofer | 0 - 1 | ||
| Brett 3 | Bergeroff (DWZ 1759) | - | Wolfgang Käding | 1/2 - 1/2 | ||
| Brett 4 | Dr. Otto (DWZ 1607) | - | Christian Stucke | 1/2 - 1/2 | ||
| Brett 5 | Schmelzer (DWZ 1670) | - | Dr. Werner Sailer | 1/2 - 1/2 | ||
| Brett 6 | Dominkovic (DWZ 1670) | - | Georg Rauch | 1 - 0 kl. | ||
| Brett 7 | Müller (DWZ 1566) | - | Michael Dornreiter | 1 - 0 | ||
| Brett 8 | Hüttner (DWZ 1780) | - | Willibald Müller | 0 - 1 |
Zunächtst einmal musste der Erdinger Klub drei Stammspieler ersetzen, dann konnten aufgrund der schlechten Witterung nur sieben Mann antreten. Also lag man daher schon bei Spielbeginn einen Punkt zurück. Obwohl der SK Bruckmühl 2 eigentlich nicht so stark einzuschätzen ist, hatte man doch aufgrund der obigen Umstände einen schweren Stand.
Zunächst liess es sich gut für den SK Erding gut, als Willbald Müller (ED) an Brett 8 gegen Hüttner sich königsindisch verteidigte und nach einem Doppelangriff mit Figurengewinn oder Matt drohen konnte, so dass Hüttner aufgeben musste. An Brett 3 eröffnete Wolfgang Käding (ED) gegen Bergerhoff "englisch" und hatte´bald einen druckvollen Angriff auf dessen Königsstellung. Doch der Bruckmühler verteidigte sich recht geschickt und so musste sich Käding mit einer Punkteteilung begnügen.
Mit einer "Caro-kann"-Verteidigung hielt an Brett 4 Christian Stucke (ED) seinen Gegner Dr. Otto auf Distanz. Doch auch der Erdinger konnte keinen entscheidenden Vorteil erlangen und so einigte man sich ebenfalls auf eine Punkteteilung. Dr. Werner Sailer (ED) eröffnete gegen Schmelzer ebenfalls "englisch". Im Verlauf der Partie opferte sein Gegner mutig eine Figur gegen zwei Bauern und drohte auch noch einen dritten zu gewinnen, mit dem er dann einen Bauernsturm beginnen hätte können. Doch Dr.Sailer konnte dies geschickt verhindern. Man glaubte zwar, die Mehrfigur würde den Gewinn garantieren, doch Schmelzer verteidigte sich optimal und liess dem Erdinger keine Gelegenheit, ohne Verluste in seine Stellung einzudringen und so musste sich Dr. Sailer mit einer Punkteteilung zufrieden geben.
An Brett 7 spielte Michael Dornreiter (ED) gegen Müller zwar auf Angriff, liess aber dafür seine Verteidigung etwas ausser acht und verlor dadurch einen Bauern. Dieser Mehrbauer brachte Dornreiter in grosse Schwierigkeiten, da er dadurch in Zugzwang kam und einen weiteren Bauern verlor. Der Erdinger versuchte dann in hoffnungsloser Stellung noch einen Bauerndurchbruch, den sein Gegner aber mit einem Springer abfangen konnte. Mit einem Bauernvormarsch auf beiden Brettseiten liess Müller dann Dornreiter keine Verteidigungschance mehr und heimste den Punkt zur Führung für den Außenseiter ein. Den Ausgleich holte dann an Brett 2 Hans-Peter Dietenhofer, der sich gegen Schlichtmann sizilianisch verteidigte. Nach dem Gewinn eines Bauern griff der Erdinger zwar auf der a-linie an und hatte die halboffene c-linie mit seinen Türmen unter Kontrolle, doch Schlichtmann verteidigte sich mit seinem Springer sehr gut, so dass der Erdinger immer auf einen Doppelangriff dieser Figur aufpassen musste und daher nur sehr vorsichtig und überlegt Zug um Zug seine Stellung verbessern konnte. Schließlich verwertete Dietenhofer seinen Mehrbauern nach erzwungenem Leichtfigurenabtausch zum Sieg und glich damit den Punktestand aus.
Nun musste die letzte Partie zwischen Hansjörg Däbritz (ED) und Bartl an Brett 1 die Entscheidung bringen. In einem sehr schwierigen Endspiel, bei dem der Erdinger zwar einen Springer für zwei Bauern eroberte, musste Däbritz den noch verbliebenen Turm seines Gegners von seinem letzten Bauern absperren, um diesen umwandeln zu können und nicht ins Remis gezwungen zu werden. Mit geschicken Springer- und Königszügen eroberte der Erdinger die restlichen Bauern seines Gegners und musste den Springer dafür hergeben. Dafür konnte er aber mit seinem Turm und Köing seinem Randbauern den nötigen Schutz bis zur Umwandlung bzw. der Aufgabe seines Gegners geben.
Mit diesem Sieg gewann der Schachklub Erding zwar sehr knapp mit 4,5 zu 3,5 ein wichtiges Spiel, um in der Kreisliga zu "überleben", da heuer voraussichtlich vier von zwölf Mannschaften aus der Kreisliga absteigen müssen.