5. Runde der Kreisliga am 15.01.2006

SK Erding - SF Brannenburg

4,0 - 4,0

 

Brett 1   Heiko Plöhn - Höller A. (DWZ 1859)   1 - 0
Brett 2   Hans Däbritz - Dr. Axt (DWZ 1794)   0 - 1
Brett 3   Hans Dietenhofer - Schönleben (DWZ 1835)   1/2 - 1/2
Brett 4   Lutz Theumer - Höller W. (DWZ 1914)   1 - 0
Brett 5   Werner Teutsch - Mix (DWZ 1762)   0 - 1
Brett 6   Christian Stucke - Dr. Bolland (DWZ 1668)   1/2 - 1/2
Brett 7   Dr. Werner Sailer - Hinkelmann (DWZ 1705)   1/2 - 1/2
Brett 8   Willibald Müller - Zaißerer (DWZ 1654)   1/2 - 1/2

 

ERDINGER SCHACHSPIELER VERSCHENKEN SIEG

Einen spannenden Kampf erlebten die Schachspieler des Erdinger Klubs im Heimspiel der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau gegen die Schachfreunde Brannenburg, die in Bestbesetzung antreten konnten. In allen Partien wurde äusserst hart gekämpft. Leider hatten die Erdinger dann in der letzten Partie "Pech", so dass die Begegnung mit einem 4:4 statt mit dem möglichen Sieg endete.

An Brett 6 griff Christian Stucke (ED) gegen Dr. Bolland vorsichtig an, konnte aber keinen entscheidenden Vorteil herausspielen. Trotz guter Figurenaufstellung des Erdingers war die Verteidigung des Brannenburgers nicht zu knacken und so einigte man sich auf eine Punkteteilung. Ein nervenaufreibendes Spiel lieferte an Brett 1 Heiko Plöhn (ED) gegen Höller Armin ab. Der Erdinger liess den wild anstürmenden Höller in seine Königsstellung eindringen. Eine gefährliche Aktion, die Plöhn scheinbar aber ganz genau durchgerechnet hatte. Er gewann etwas Material, das der Brannenburger in den Angriff gesteckt hatte. Den Schussakkord setzte Plöhn mit einem Damenopfer, das sein Gegner annehmen musste. Danach erfolgte ein Springerschach mit gleichzeitigem Angriff auf dessen Dame. Nachdem der Erdinger somit auch die Dame seines Gegners erobert hatte, gab sein Gegner auf, da er hoffnungslos mit mehreren Figuren im Rückstand lag.

Kurz darauf gewann an Brett 4 Lutz Theumer (ED) gegen Höller Werner. Theumer erspielte sich mit einer Damenfesselung grossen Vorteil, den er dann zum Sieg ausnutzen konnte. Im Gegenzug musste sich Werner Teutsch (ED) an Brett 5 gegen Mix geschlagen geben, der im Endspiel einen Bauern durchdrücken konnte. An Brett 3 verteidigte sich Hans-Peter Dietenhofer (ED) gegen Schönleben, der eine "Sokolski- bzw. Orang-Utan" genannte Eröffnung spielte. Der Erdinger verteidigte sich gut und konnte dann mit einer Abtauschkombination einen Bauern gewinnen. Trotz vieler Gewinnversuche reichte es in einem Turm-Bauern-Endspiel aber nicht zum Sieg und man teilte sich den Punkt.

An Brett 8 griff Willibald Müller (ED) gegen Zaißerer zwar forsch mit einem Mittelgambit an. Obwohl Müller alles versuchte, einen guten Vorteil herauszuspielen, blockte der Brannenburger alle Gewinnversuche erfolgreich ab und man einigte sich daher auf eine Punkteteilung. An Brett 7 spielte Dr. Werner Sailer (ED) gegen Hinkelmann zwar auf Angriff, musste sich aber nach dessen guter Verteidigung zurückziehen und dem Gegner die Initiative überlassen. In einer genau berechneten Verteidigung hielt er die Partie aber geschlossen und so konnte sein Gegner nicht eindringen und musste sich mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

Nun fehlte nur noch ein Remis, um den Gesamtsieg für den SK Erding sicherzustellen. Hansjörg Däbritz (ED) hatte zwar die weissen Figuren gegen Dr. Axt und spielte sich etwas Vorteil heraus. Er konnte lange Zeit einige Figuren fesseln, musste dann aber in Zeitnot einen Läufer opfern. Trotzdem kämpfte der Erdinger weiter und konnte mit zwei Mehrbauern seinen Gegner noch in Schwierigkeiten bringen. Dieser bot dann das eigentlich für die Erdinger wünschenswerte Unentschieden an, welches Däbritz aber aufgrund seiner Freibauern ablehnte. Doch dann geschah das Unglaubliche. Als sein Gegner nur noch zwei Minuten Restbedenkzeit hatte und der Erdinger noch ca. 10 Minuten, übersah Däbritz eine Springergabel, die ihn den Turm kostete, so dass Dr. Axt mit Turm und Springer gegen drei Bauern die Restzeit zum Gewinn ausreichte und das Gesamtergebnis somit 4:4 lautete.