Mit einer hohen Niederlage gegen den SC Waldkraiburg in der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau "weihte" der SK Erding sein neues Klubdomizil, dem Vereinsheim des Rot-Weiss Klettham ein. Die Waldkraiburger als Dritter der Tabelle gingen als hoher Favorit ins Rennen, zumal die Semptstädter auch noch den Ausfall einiger Stammspieler zu verkraften hatten.
An Brett 1 spielte Däbritz mit Schwarz gegen Poetsch, der die Lieblingseröffnung des Erdingers wählte. Da Däbritz diese sehr gut kennt, war eine Punkteteilung keine grosse Überrraschung. Relativ schnell musste an Brett 7 Ottokar Baxa (ED) seine Partie gegen Mertz nach einem Damenverlust aufgeben.
Nicht viel anders erging es Michael Dornreiter (ED) an Brett 6 gegen Hauschild R. Zunächst verlor der Erdinger seine Dame, konnte aber mit guter kämpferischer Leistung die Dame seines Gegners zurückerobern. Da dieser aber einen Freibauern schon bis zur 6. Reihe vorgeschoben hatte, half ihm das auch nichts mehr und er musste aufgeben. Kurz darauf streckte auch Lutz Theumer (ED) gegen Jergler an Brett 3 die Waffen, als er in guter Stellung einen krassen Fehler machte und dadurch eine Figur einstellte.
Auch Werner Teutsch (ED) hielt an Brett 4 seinem Gegner Hauschild H. lange Zeit stand. Doch auch er konnte seine Stellung nicht halten und musste nach einem Generalangriff seines Gegners aufgeben. An Brett 5 spielte Dr. Werner Sailer mit Schwarz gegen sein Gegner ein riskantes From's Gambit. Dr. Sailer wich allerdings etwas von der Theorie ab und musste in der Folge seinem geopferten Bauern, ohne erkennbar etwas darfor erhalten zu haben, hinterherlaufen. Mit diesem Mehrbauern konnte Löw einen druckvollen Angriff aufbauen, dem der Erdinger nichts mehr entgegensetzen konnte und aufgab.
Für den einzigen Lichtblick an diesem Tag sorgte Willibald Müller (ED), der an Brett 8 gegen Wagner gewann. Müller konnte einen Bauern auf die sechste Reihe vorantreiben und als Wagner verteidigen musste, konnte sich der Erdinger an dessen Bauern schadlos halten und so musste der Waldkraiburger aufgrund von Müller Mehrbauern aufgeben. Im letzten Spiel kämpfte Hans-Peter Dietenhofer (ED) an Brett 2 gegen Günes, der ihn ziemlich unter Druck setzte, so dass der Erdinger viel Zeit für eine gute Verteidigung verbrauchte. Obwohl Günes zwei Bauern bis zur sechsten Reihe schieben konnte, verteidigte sich Dietenhofer optimal, so dass er eine Remisstellung erreichen konnte. Günes gab jedoch mit einem nicht ganz korrekten Opfer einen Turm für einen Bauern und einen Angriff, welchen der Erdinger aber ebenso abfangen konnte. Dietenhofer hätte dann vermutlich eine ziemlich komplizierte Gewinnstellung auf dem Brett gehabt, konnte diese aber nicht mehr realisieren, da Günes den Sieg durch Zeitüberschreitung des Erdingers reklamierte.
Mit dieser zwar nicht in dieser Höhe erwarteten Niederlage müssen die Erdinger Schachspieler nun die nächste Runde abwarten, um mit einem Gewinn sicher zu sein, nicht aus der Kreisliga abzusteigen.