6. Runde der Kreisliga am 30.01.2005

PTSV Rosenheim - SK Erding

3,0 - 5,0

 

Brett 1

  Geltinger (DWZ 1863) - Hans Däbritz   1/2 - 1/2
Brett 2  

Semmler (DWZ 1819)

-

Lutz Theumer

  1/2 - 1/2

Brett 3

 

Klemm (DWZ 1836)

-

Werner Teutsch

  1/2 - 1/2

Brett 4

 

Braun (DWZ 1799)

-

Wolfgang Käding

  0 - 1
Brett 5   Rochol (DWZ 1744) - Dr. Werner Sailer   1 - 0
Brett 6   Fabritius (DWZ 1643) - Christian Stucke   1/2 - 1/2
Brett 7   Prepadnik (DWZ 1625) - Georg Rauch   0 - 1
Brett 8   Rösch (DWZ 1559) - Michael Dornreiter   0 - 1

 

Erfolgreiches Auswärtsspiel

 

Auch den 2. Mannschaftsvergleich im neuen Jahr gestaltete der SK Erding in der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau erfolgreich. Beim bisherigen Tabellendritten PTSV Rosenheim wurde dank einer hervorragenden Leistung der Ersatzspieler mit 5,0 zu 3,0 gewonnen.

Zunächst trennte sich an Brett 1 Hans Däbritz (ED) gegen Geltinger nach nur 8 Zügen Remis. Der Erdinger sah sich einer Verteidigung mit dem Namen "Holländischer Steinwall" gegenüber und akzeptierte das schnelle Friedensangebot des Rosenheimers. Das nächste Unentschieden errang Christian Stucke (ED) mit Schwarz an Brett 6 gegen Fabritius. Nach der gelungenen Abwehr einer schnell vorgetragenen Attacke seines Gegners am Königsflügel erreichte der Erdinger nach 20 Zügen eine ausgeglichene Stellung, so dass beide Spieler sich für diesen Tag mit einer Punkteteilung zufrieden gaben. Auch das 3. Spiel endete Remis. Teutsch (ED) erspielte sich mit Weiß Raumvorteil gegen Klemm. Da er jedoch ein wenig übernächtigt war, verzichtete er auf seine Chance, vielleicht den geringen Stellungsvorteil zu einem ganzen Punkt umzuwandeln.

Dann aber ging es Schlag auf Schlag! Fast gleichzeitig besiegten die beiden Erdinger Ersatzspieler Michael Dornreiter und Georg Rauch ihre Gegner. Rauch nutzte den "Aufschlag" mit Weiß zu einem aggressiv vorgetragenen Angriff am Damenflügel und entwickelte dort und in der Brettmitte starken Druck auf die Stellung von Prepadnik, die sich schließlich als nicht widerstandsfähig genug herausstellte. Dornreiter hingegen zeigte mit Schwarz seine taktischen Fähigkeiten als er - nach einem Figurenopfer - mit Dame und 2 Türmen in die Stellung von Rösch eindringen konnte und diesen zu dessen Überraschung mattsetzte.

Ca. 1 1/2 Stunden später willigte Lutz Theumer (ED) an Brett 3 in ein Remisangebot seines Gegners ein. Grund hierfür war, dass an Brett 4 angesichts des Partieverlaufs ein Verlust für die Erdinger bereits ausgeschlossen und somit der Erdinger Mannschaftssieg so gut wie sicher schien. Theumer blockte zuvor den Angriff von Semmler geschickt ab, konnte dabei sogar einen Bauern gewinnen und hätte somit im Endspiel eigentlich auf Sieg spielen können. Er verzichtete jedoch darauf, um kein Risiko für die Mannschaft einzugehen.

Was es heißt, seinen Gegner "niederzuringen", demonstierte Wolfgang Käding (ED) gegen Braun. Obwohl der Rosenheimer die Eröffnung verpatzte und nur einen Bauern für einen Läufer erhalten hatte, zeigte er im weiteren Partieverlauf eine beeindruckende Leistung. Erst nach über 5 Stunden und einiger raffinierter Verteidigungszüge von Braun in einem Leichtfigurenendspiel gelang es Käding einen Bauern uneinholbar bis fast zur Grundreihe seines Gegners zu schieben, so dass dieser es vorzog, aufzugeben.

Ebenfalls einen großen, aber leider erfolglosen Kampf lieferte Dr. Werner Sailer (ED) an Brett 5 gegen Rochol. Im Mittelspiel glaubte er durch eine taktische Kombination materiellen Vorteil zu erzielen, was sich jedoch als "schachliche Fata Morgana" herausstellte und so verlor er bei dieser Aktion sogar die Qualität. Nach kurzer Ernüchterung lieferte er dem Rosenheimer eine vehemente Abwehrschlacht mit Springer gegen Turm , die dieser dann aber doch nach einer Gesamtspielzeit von 5 1/2 Stunden für sich entscheiden konnte.