7. Runde der Kreisliga am 07.03.2004

SF Brannenburg - SK Erding

4,5 - 3,5

 

Brett 1

 

Dr. Axt (DWZ 1797)

-

Hans Dietenhofer

 

1/2 - 1/2

Brett 2

 

Höller A. (DWZ 1906)

-

Hans Däbritz

 

1 - 0

Brett 3

 

Höller (DWZ 1931)

-

Martin Neudecker

 

1/2 - 1/2

Brett 4

 

Mix (DWZ 1802)

-

Werner Teutsch

 

1/2 - 1/2

Brett 5

 

Homann (DWZ 1853)

-

Lutz Theumer

 

1/2 - 1/2

Brett 6

 

Schönleben (DWZ 1869)

-

Christian Stucke

 

1/2 - 1/2

Brett 7

 

Hinkelmann (DWZ 1711)

-

Dr. Werner Sailer

 

1/2 - 1/2

Brett 7

 

Zaißerer

  -

Georg Rauch

 

1/2 - 1/2

 

 

Knapp verloren (ist auch verloren)!

 

Der SK Erding reiste dieses Mal bis nach Brannenburg zu den dortigen "Schachfreunden". Man wollte zumindest ein Unentschieden holen und Mannschaftsführer Theumer konnte hierfür die komplette Mannschaft aufbieten.

An Brett 6 verteidigte sich Christian Stucke (ED) mit Schwarz gegen Schönleben "französisch". In einer ausgeglichenen Stellung einigten sich beide schon nach 19 Zügen auf eine Punkteteilung, da keiner mehr als nötig riskieren wollte. Dr. Sailer (ED) an Brett 7 eröffnete gegen Hinkelmann "englisch" und erhielt eine ausbaufähige Stellung. Da aber Hinkelmann sich sehr gut verteidigte, brauchte Dr. Sailer etwas mehr Zeit zum Nachdenken und bot daher, um nicht in Zeitnot zu geraten, vorsichtshalber eine Punkteteilung an, in die sein Gegner gern einwilligte. An Brett 8 spielte Georg Rauch (ED) gegen Zaißerer, der mit einem Damengambit eröffnete. Rauch verteidigte sich sicher und konnte sich sogar einen Freibauern verschaffen. Das Übergewicht seines Gegners am anderen Flügel des Brettes ließ jedoch einen forcierten Angriff nicht zu, und so einigte man sich angesichts vorangegangener Zugwiederholungen auch in dieser Partie auf Remis.

Hans-Peter Dietenhofer (ED) ließ seinem Gegner an Brett 1, Dr. Axt, in der Eröffnung einfach zu viel Platz. Dadurch wurde die Stellung total blockiert und trotz einiger Versuche konnte der Erdinger die Stellung nicht mehr öffnen. Da auch sein Gegner nicht angreifen konnte, ohne entweder ein Opfer zu spielen bzw. Material zu verlieren, einigte man sich auch hier auf Remis.

"Pechvogel" des Spieltages war an Brett 2 Hansjörg Däbritz (ED)! Er spielte gegen Höller A. eine gute Verteidigung und gewann durch überlegtes Spiel einen Bauern. Der Erdinger wehrte sämtliche Versuche von Höller, diesen Bauern zurückzuerobern, erfolgreich ab. Ein Gewinn war im Bereich des Möglichen. Doch dann unterlief Däbritz ein folgenreicher Fehler, als er versehentlich seinen Turm vor den König stellte und ihn dadurch "fesseln" ließ. Da er nun durch eine ungünstige Aufstellung der Figuren einen Turmverlust nicht mehr verhindern konnte, musste er schließlich aufgeben!

Im Gegenzug hatte Werner Teutsch (ED) an Brett 4 gegen Mix spielend mehr Glück. Als nämlich sein Handy klingelte und sein Gegner nicht reklamierte, was nach den neuen Spielregeln des Verbandes den sofortigen Verlust der Partie bedeutet hätte. Der Erdinger verteidigte sich "spanisch", geriet aber etwas unter Druck. Im Endspiel konnte er dies wieder ausgleichen! Da auch sein Gegner keine Möglichkeit zum Sieg fand, einigte man sich schon wieder auf Remis!

Eine interessante Partie spielte an Brett 3 Martin Neudecker (ED) gegen Höller Werner. Lange Zeit spielte man synchrone Züge und hielt die Stellung ausgeglichen. Ein Versuch von Neudecker dann anzugreifen, blockte der Brannenburger geschickt ab. In einem Endspiel von Bauern und einem Läufer auf Seiten von Höller gegen Bauern und Springer von Neudecker konnte aber keiner der beiden einen entscheidenen Vorteil erringen und so wurde auch in dieser Partie Remis gegeben.

Lutz Theumer, der Erdinger Mannschaftsführer, geriet an Brett 5 mit Weiß gegen Homann schon in der Anfangsphase unter starken Druck, als er zwar einen geopferten Bauern des Gegners gewinnen konnte, aber dafür eine äußerst ekelhafte Fesselung in Kauf nahm. In Zeitnot gab er den Bauern zurück und befreite sich aus dem "Würgegriff", in dem er noch einen weiteren Bauern "drauflegte". Doch in einem Springerendspiel konnte er nach 5 1/2 Stunden das Remis erzwingen.

Damit verloren die Semptstädter trotz dieser Remis"orgie" mit 3,5 zu 4,5 und belegen in Tabelle nun einen gesicherten Mittelfeldplatz.

 

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