7. Runde der Kreisliga am 23.02.2003

TV Töging - SK Erding

5,5 - 2,5

Brett 1

  Betschinger - Dietenhofer Hans   1/2 - 1/2
Brett 2  

Fischer

-

Däbritz Hans

  0 - 1

Brett 3

 

Sporrer

-

Teusch Werner

  1/2 - 1/2

Brett 4

 

Knollmüller

-

Neudecker Martin

  1/2 - 1/2
Brett 5   Gretzinger - Dr. Sailer Werner   1 - 0
Brett 6   Bieringer - Stucke Christian   1 - 0
Brett 7   Blümhuber - Rauch Georg   1 - 0
Brett 8   Popow - Pesko Ivan   1 - 0

 

Bittere Niederlage

 

Ein vorentscheidendes "Schicksalsspiel" musste der Schachklub Erding e.V. als Tabellenführer der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau beim Tabellenzweiten, dem Schachklub Töging e.V. absolvieren. Zunächst sah es ganz gut für die Erdinger aus.

An Brett 1 spielte Hans-Peter Dietenhofer gegen Betschinger (Töging), der eine geschlossene Stellung herbeiführte. Als Betschinger einen Abtausch wählte, bekam Dietenhofer einen leichten Stellungsvorteil. Ob dieser zum Sieg gereicht hätte, ist jedoch ungewiss, denn als der Erdinger eine Punkteteilung vorschlug, akzeptierte diese der Töginger sofort. Werner Teutsch spielte an Brett 3 gegen Sporrer (Töging), der eine sizilianische Verteidigung wählte. Auch Teutsch hatte leichte Vorteile, konnte diese aber auch nicht ausnützen und so einigte man sich ebenso auf Remis. An Brett 2 spielte Hansjörg Däbritz mit Schwarz gegen Fischer. Dieser spielte eine von dem Erdinger bevorzugte Eröffnung. Trotzdem kam Däbritz in eine sehr gedrückte Stellung, konnte sich jedoch dann mit einem Doppelangriff seines Läufers, die Qualität sichern. Obwohl der König des Erdingers ziemlich gefesselt war, griff dieser dann auf der anderen Brettseite mit seinen Bauern an und so musste Fischer seine Fesselungsfiguren zur Verteidigung zurückziehen, sodass der zweite Turm von Däbritz ins Spiel eingreifen konnte. Den durch diese Qualität unterstützten Bauernvormarsch konnte Fischer nichts mehr entgegensetzen und musste aufgeben.

Ein gutes Spiel lieferte sich Ivan Pesko an Brett 8 gegen Popow (Töging). Pesko griff vehement an und zwang den Töginger in die Verteidigung. Mit einem Konterangriff auf Pescos Königsstellung konnte soch Popow aber befreien und sogar auf Gewinn spielen. Doch da nn übersah er in Zeitnot eine Fesselung und so konnte Pesko einen Springer gewinnen. Anstatt jetzt aber ein Dauerschach zu geben, versuchte der Erdinger zu gewinnen, sah sich dann aber einem äusserst starken Mattangriff ausgesetzt, mit dem der Töginger dann das in einem Zug drohende Matt noch abwenden konnte und die Partie sogar noch für sich entscheiden konnte. Christian Stucke hatte gegen Bieringer (Töging) an Brett 6 zwar einen guten Angriff und konnte sogar einen Bauern auf die vorletzte Reihe vorziehen, vernachlässigte dabei aber dann seine Verteidigung, sodass der Töginger seine Türme ins Spiel bringen konnte. Diese wurden dann so stark, dass sich Stucke nicht mehr befreien konnte und nach einem Figurenverlust aufgab.

Georg Rauch spielte an Brett 7 gegen Blümhuber (Töging) und konnte sich eine gute Stellung erspielen. Als der Töginger in Zeitnot kam, spielte auch Rauch sehr schnell und dabei unterlief ihm ein kleiner Fehler, den sein Gegner gnadenlos zum Sieg ausnützte. Ebenfalls in Zeitnot kam auch Dr.Werner Sailer an Brett 5 gegen Gretzinger (Töging), der sehr schnell spielte. Der Erdinger fand in Zeitnot nicht die richtigen Züge und so büsste er einen Bauern ein. Zwar versuchte Sailer noch eine kleine Falle, doch sein Gegner fiel nicht darauf herein. Nachdem der Erdinger auch noch einen zweiten Bauern verlor, gab er auf. An Brett 4 spielte Martin Neudecker gegen Knollmüller (Töging) zwar eine gute Verteidigung, doch er überliess seinem Gegner zuviel Initiative. Schliesslich konnte Knollmüller einen Bauern erobern. Doch Neudecker kämpfte und spielte dann fehlerlos weiter. Obwohl beide einen gleichfarbigen Läufer hatten, verteidigte sich der Erdinger optimal und blockte den gegnerischen König von einem Angriff ab, so dass dieser trotz seines Mehrbauern das Remis annehmen musste.

Mit dieser 5,5 zu 2,5 Niederlage gaben die Semptstädter ihren ersten Platz an Töging ab. Nun hofft man auf Schützenhilfe der "Dorfner", die in der nächsten Runde gegen Töging antreten, aber in der letzten Runde dann noch gegen Erding spielen müssen. Dies könnte dann sogar ein "echtes" Endspiel werden.

 

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