2. Runde der Kreisliga am 14.11.2004

SK Töging 2 - SK Erding

2,5 - 5,5

 

1 2 Maier R. - 1 Dietenhofer 0:1
2 3 Freinecker M. - 2 Däbritz H. 0:1
3 5 Gretzinger H. - 4 Neudecker 1/2
4 6 Wolf U. - 5 Teutsch 1:0
5 7 Lindner L. - 7 Dr. Sailer 1/2
6 9 Gschwendtner J - 8 Stucke Ch. 1/2
7 12 Kneißl J. - 9 Rauch G. 0:1
8 13 Seeberger B. - 10 Resch J. 0:1

 

Erding siegt in Töging

 

Mit schlechten Vorzeichen, da zwei Erdinger Spieler bei Turnierbeginn noch nicht anwesend waren, begann der Mannschaftskampf in der Kreisliga des Schachkreises Inn-Chiemgau gegen SK Töging 2. Zum Glück schaffte es ein Spieler gerade noch vor der Zeitkontrolle anzutreten, während die andere Partie kampflos an die Töginger verloren ging.

Georg Rauch (ED), der mit fast einer Stunde Bedenkzeit weniger an Brett 7 gegen Kneissl spielen musste, begann recht furios und konnte schon innerhalb der ersten zehn Züge eine Figur, die Kneissl einzügig einstellte, gewinnen. Als der Töginger auch noch seine Dame einstellte gab er auf, sodass der Spielstand jetzt wieder zum 1:1 ausgeglichen war.

In der nächsten Partie an Brett 5 einigte sich der Erdinger Dr. Werner Sailer mit Weiss gegen Lindner spielend auf eine Punkteteilung. Eine sehr schöne Partie an Brett 8 legte Josef Resch (ED) gegen Seeberger hin. Resch griff mit den schwarzen Figuren vehement an und opferte sogar eine Figur für zwei Bauern. Der Töginger fand gegen dieses Opfer die richtige Widerlegung nicht und musste sich zurückdrängen lassen. Als Seeberger ebenso ein Opfer versuchte, konnte sich der Erdinger durchsetzen und ihn nach der Widerlegung zur Aufgabe zwingen.

An Brett 1 spielte Hans-Peter Dietenhofer (ED) gegen Maier, der mit Schwarz sehr forsch angriff. Als der Töginger zwei Bauern vorschieben konnte, stand der Erdinger etwas gedrückt, fand aber in dieser Stellung einen schönen Springerzug, der die Partie zu seinen Gunsten drehte. Mit einem starken Angriff neutralisierte Dietenhofer die vorgerückten Bauern und brachte seinen Gegner in Zugzwang. Dieser hatte keine vernünftigen Züge mehr, ohne in Materialverlust oder Matt zu geraten und gab daher auf.

Hansjörg Däbritz (ED) verteidigte sich an Brett 2 gegen Reinecker mit dem "Froms-Gambit", spielte dieses jedoch nicht konsequent weiter, um theoretischen Vorbereitungen seines Gegners aus dem Weg zu gehen. Mit einem Bauern weniger baute der Erdinger jedoch seine Stellung aus und konnte Reinecker in die Verteidigung zwingen. Im Endspiel schliesslich war der Töginger zu gierig und konnte nach einem Bauerngewinn, der sich als falsch herausstellte, einen Mattangriff nicht mehr ohne grössere Verluste verhindern. Er gab daher ebenfalls auf.

Christian Stucke (ED) verteidigte sich an Brett 6 gegen Gschwendtner mit einer Caro-Kann-Eröffnung. Nach einer schönen Kombination gewann Stucke dann die Qualtität, hatte aber trotzdem noch Probleme diesen Vorteil entscheidend zu nützen. Nachdem aber nur noch ein halber Punkt zum Gesamtsieg der Erdinger Mannschaft fehlte (Däbritz hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Remis sicher), ging er kein Risiko mehr ein und nahm trotz Qualitätsvorteil das Angebot auf Punkteteilung an. An Brett 3 spielte Martin Neudecker (ED) ein Mittelgambit gegen Gretzinger. Der Erdinger spielte aber sehr verhalten und sicher, so dass sich dann im Endspiel eine ausgeglichene Stellung ergab und die beiden Kontrahenten sich schliesslich auf eine Punkteteilung einigten.

Der Endstand von 5,5 zu 2,5 für den SK Erding bringt den Semptstädtern ein ausgeglichenes Mannschaftspunktekonto, da das erste Saisonspiel (wie schon berichtet) verloren ging.